Meine Lieben,
heute geht es um was ernstes, keine neuen Shirts, Taschen oder ähnliches...
Es ist weder
zu übersehen noch zu überhören: sehr viele Menschen suchen derzeit
Zuflucht in unserem Land.
Lange hab ich
überlegt, ob ich hier etwas schreibe. Doch das Bedüfrnis „MEHR“
zu tun wurde immer stärker.
Natürlich
habe ich gleich alle Klamotten die den Kids zu klein waren gespendet
und nicht wie sonst verkauft, aber trotzdem hatte ich das Gefühl es
ist nicht genug…
Immer wieder
lese ich von Hilfsbereitschaft: Menschen die an den Bahnhöfen helfen, FW und THW die in Hauruckaktionen Turnhallen in Schlafsäle
umwandeln, aber auch die Aktionen #bloggerfuerfluechtlinge
und #1000malwillkommen
habe ich gefunden
Und dann bin ich über den Blogpost von Christina von Minerva Huhn gestolpert, sie hat eigentlich genau das geschrieben, was mich bewegt und weil ich es nicht besser hätte ausdrücken könne, hab ich sie gefragt, ob ich einen Teil kopieren darf, hier also Ihre Gedanken dazu:
"Doch
was kann ich tun?
Mich macht es
betroffen, wenn ich von den Einzelschicksalen lese oder im Radio
einen Bericht höre. Ich habe hier alles, was man zum Leben braucht.
Mehr als das – und oft genug weiß ich dies nicht zu schätzen.
Wir können
unsere Kinder in die Schule unserer Wahl schicken – Jungen und
Mädchen.
Wir können frei entscheiden, ob wir vegetarisch essen
oder lieber das grüne Paar Schuhe tragen wollen statt der roten. Wir
wohnen in vier Wänden, die uns vor Wind und Wetter, aber auch vor
Eindringlingen schützen.
Wir hören jeden 1. Freitag im Monat die
Sirenen, und dürfen uns glücklich schätzen, dass dies nur die
Funktionskontrolle ist.
Wir können mit 18, 76 oder gar nicht
heiraten und sind in jedem Fall ein Mitglied der Gesellschaft.
Friede
und Selbstbestimmtheit
Diese Liste
ist nicht vollständig, nur ein Ausschnitt meiner Gedanken. Was ich
aber weiß: Wir leben in Frieden. In einer Gesellschaft, die durch
Selbstbestimmtheit geprägt ist. Das ist viel Wert. So viel, das vor
mehr als 20 Jahren die Bürger des „anderen Deutschlands“ dafür
kämpften, auch so leben zu dürfen. Und sie haben gewonnen.
Bei mir um die
Ecke ist eine Erstaufnahmestelle. Eine Turnhalle, die schon mit 2
Schulklassen unangenehm voll erscheint. Nicht das neueste Baujahr.
Aber zentral, mit sanitärer Infrastruktur. Diese beherbergt seit
Ende Juli 150 Flüchtlinge. Die meisten bleiben 30 Tage – bis sie
woanders hingeschickt werden. Hoffentlich werden sie in ein gutes
Leben entlassen. 150 von 800.000 leben hier vor meiner Tür.
So
viel im Kopf – und so wenig kann ich in Worte fassen
Ich möchte
helfen. Ein Lächeln verschenken in einer Zeit, die für die
Beteiligten sicher nicht einfach ist. Ich möchte zeigen: Ihr seid
willkommen! Aber ich hab auch Berührungsängste. Am ersten Tag sah
der Bereich um unsere Turnhalle aus wie ein Knast:
Katastrophenschutz, Zeltlager und Polizei. Unheimlich. Die Straße
ist seit einigen Wochen für den Durchgangsverkehr gesperrt.
Wachschutz ist präsent. Es ist mir unheimlich.
Daher war ich
heute morgen sehr froh, als ich die Aktion„Sew
a smile!“
entdeckte.
Ich möchte
etwas geben, was ich gut kann. Denn wenn ich etwas verschenke, dann
mit Herz. Für jeden ein individuelles Stück – mit Herzblut
gearbeitet und mit vielen guten Wünschen gefüllt."
Soweit
Christinas Post. Gut ich habe keine Erstaufnahmestelle vor meiner
Tür, die nächste ist einige Kilometer weg. Aber auch für diese
bildet sich gerade bei FB eine kleine Gruppe und beteiligt sich an
der Aktion. Und auch am Samstag beim Lillestoff-Festival wird es eine
Sew a smile Aktion geben. Auch da werde ich dabei sein.
Ich
würde mich freuen, wenn auch sich noch viele an der Aktion
beteiligen. Hier könnt ihr euch weiter informieren wenn ihr mögt.
Bloggerfürflüchtlinge
Sew
a smile auf Facebook und ganz neu, die Homepage, auf Instagram über den Hashtag #sewasmile
Liebe
Christina, vielen Dank, dass ich mich Deiner Worte bedienen durfte.
Du sprichst mir eben falls aus der Seele. Heute kommt meine Bernina zurück und ich kann endlich wieder so nähen wie ich möchte. Dann werde ich auch zuerst mal ein paar Beutel nähen, denn diese Aktion ist ganz toll. Ich komme am Sonntag auch zum Lillestoff Festivall. mal sehen was mich da erwartet. Vielleicht begegnet man sich ja.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Marita