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Freitag, 27. Juli 2018

Wann ist es zuviel?

Hallo mein Lieben,

heute mal Gedanken...
Letzte Woche habe ich unbewusst eine Welle in einer Facebook-Nähgruppe ausgelöst. Meine Frage war garnicht böse gemeint, aber ein paar fühlten sich offensichtlich auf den Schlips getreten und waren, na sagen wir mal, leicht angesäuert... 

Bereits seit ein paar Wochen fällt mir auf, dass Kleider 5,6,7 oder sogar acht mal genäht werden. Also von der gleichen Person... und ich habe die Frage in die Gruppe gestellt, was man mit den vielen Kleidern macht. Es war wirklich eine ernst gemeinte Frage und ich wollte niemandem zu Nahe treten. Ein paar Mädels hatten Antworten die ich auch nachvollziehen kann, zB. "Ich wasche nur alle 2 Wochen"..." ich trage nur Kleider", oder ähnliches...

Es entwickelte sich aber auch eine eher unfreundliche Diskussion und es kam die Gegenfrage ob ich nur 3 Unterhosen hätte... gut ich finde Unterhosen und Kleider kann man nicht gut vergleichen aber wie gesagt, die Diskussion war nicht durchweg freundlich 

Jedenfalls beschäftigen mich seither 2 Fragen...

Wieviel ist zuviel???



und 

Warum muss immer alles in einen Wettkampf ausarten???

Zur 2. Frage, wenn nicht dazu geschrieben würde, es ist die 5.,6 aus dem Schnitt XY würde es garnicht so auffallen aber so will man doch eine Reaktion darauf, oder?...
Warum muss man die Sachen im Akkord nähen? Ich finde das Tolle am nähen ist, dass ich ausprobieren und verändern kann. 8 Mal das Gleiche zu nähen würde mich langweilen, und wenn das Kleid noch so toll sitzt... (ich verkneife mir jetzt Sticheleien, über Sitz und fehlende Anpassungen, aber ich gestehe ich habe drüber nachgedacht...). Also das gilt natürlich nur für die  "Saison" grundsätzlich kann ich total verstehen wenn man bei einem guten Schnitt bleibt.  Mein Wickelkleid habe ich 2 mal genäht (1mal Original, 1 Mal mit Anpassungen) und es wird bestimmt noch ein 3. kommen weil mir der Schnitt einfach steht, aber nicht dieses Jahr...






Ich bin da vielleicht ein bisschen speziell, wenn ich das gleiche Teil an zu vielen Leuten sehe, mag ich es schon nicht mehr haben... und das gilt auch für meinen Kleiderschank, das wird dann "unspannend".


Eine derjenigen die nett geantwortet haben meinte, hier würden ein minimalistischer Kleiderschrank (also meiner) auf einen maximalen treffen...

Krass... ich hätte mich nie als Minimalistisch in Sachen Klamottenauswahl betrachtet (und mein Mann ist das ganz meiner Meinung ;)) Allerdings hat sich mein Kaufverhalten und mein Kleiderschrank im letzten Jahr tatsächlich sehr verändert.

Letztes Frühjahr habe ich wirklich jedes Teil im Schrank anprobiert.
Passt es noch? -> nein -> weg
Passt es noch?-> ja -> trage ich es noch? -> nein -> weg

Und so mussten einige Teile gehen, nachgekauft/genäht habe ich wenig. Ich hatte aber bisher nicht das Gefühl ich hätte zu wenig und es gibt immer noch ein paar Teilchen, die stehen auf der Abschußliste weil ich sie nicht trage...

Wie gesagt, das Ganze beschäftigt mich mehr als ich dachte und so hab ich mal gezählt was genau jetzt in meinem Kleiderschrank liegt (da ich heute gerade gewaschen und gebügelt habe also quasi meine komplette Garderobe):

T-Shirts- -7
Tops - - 3
Longsleeves - - 6
Pullis - - 9
(Strick)jacken - - 6
Blusen - - 8 (5 langarm, 3 kurzarm)
Alltags-Kleider - - 4
Ausgehkleider - - 7 (ein Paar sind schon einige Jahre alt, da ich aber eher auf klassische Sachen stehe, kann man die noch prima tragen)
Dirndl - - 3 (ok, 1 könnte weg)
Röcke - - 7 (4 Sommer, 1 Jeansrock, 2 Business)
Hosen kurz oder 3/4 - -4
Hosen lang - - 7

dazu einen großen Schwung Sportklamotten, Tücher, "Unterziehshirts" und ein paar Teile zum chillen.

Wenn ich das so lese finde ich es wahnsinnig viel. Ich würde sagen, ich laufe nicht Gefahr nackt gehen zu müssen... außerdem werde ich wohl mal wieder eine Probierstunde starten und aussortieren und mir 2mal überlegen, ob ich noch ein Tshirt vom Klamottenschweden brauche...

Eine der Mädels hat ein gutes System. Für jedes Teil das kommt, muss eines gehen... Ich glaube das probier ich mal aus.

Wie ist das bei euch? Kauft ihr, wenn ihr Klamotten kauft  das gleiche Shirt 5 mal in unterschiedlichen Farben? Oder näht ihr das gleiche T-Shirt immer wieder genau so nur mit anderem Stoff (wobei, bei Tshirt kann ich es noch nachvollziehen, davon brauch man ja wirklich mehrere)

Habt ihr einen "minimalistischen Kleiderschrank"? Oder platzt er aus allen Nähten? Was macht ihr mit euren genähten Teilen, wenn ihr sie nicht mehr anzieht?

Erzählt mal, ich bin gespannt. Ihr könnt auch gern einen Post dazu schreiben und im Kommentar verlinken, damit ich ihn finde...








6 Kommentare:

  1. 5,6,7 mal das gleich finde ich auch langweilig. Egal ob genäht oder gekauft. Ausnahme Tops da brauche ich irre viele. Was ich nicht mehr trage kommt zur Kleiderkammer. Sehr gutes wird auch mal verkauft.
    Liebe Grüße, Marita

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    1. Das hört sich doch nach einem guten System an, verkaufst du auch selbstgenähtes???
      LG Starky

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  2. Das einzige Teil was ich bisher mehrmals genäht habe ist das Kimonotee. Alle anderen Teile gibt es nur einmal. Bei einigen denke ich zwar immer das machst du dir nochmal, aber es gibt noch sooo viele neue Schnitte welche ich ausprobieren möchte, das ich es nicht mache. Da ich fast nur noch selbst Genähtes trage sollte ich meinen Schrank auch mal ausmisten, da sind noch einige gekaufte Teile drin, die nicht mehr getragen werden.
    Schade das sich einige bei einer einfachen Frage gleich persönlich angegriffen fühlen. Es ist doch jedem selbst überlassen was er wie oft näht. Aber für sechs mal das gleiche Teil muss es doch einen Grund geben, den könnte man doch einfach sagen.
    Liebe Grüße Sandy

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    1. Also ich stimmer dir total zu, bei T-shirts braucht man einfach mehr, und warum Experimente, wenn man einen gut sitzenden Schnitt hat. Und auch mit allem anderen hast du recht ;)
      LG Starky

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  3. Ohhh, du sprichst mir aus der Seele. In jeder Hinsicht. Ich will mal am Anfang beginnen - diese Facebook-Hetze geht mir auch tierisch auf die Nerven. Da herrscht oft so ein rüder Ton, ständig erfolgen "Hinweise", was man doch besser hätte machen können usw., aber der Ton ist alles andere als ein freundlich gemeinter Hinweis, es liest sich eher nach einer ordentlichen Backpfeife. Schlimm, das ganz Gezetere und die Hates, wie das neudeutsch glaube ich heißt.

    Ich selbst nehme mir tatsächlich das ein oder andere Mal vor, ein Teil ein zweites oder drittes Mal zu nähen. So steht zum Beispiel mein allererster Rock weiter auf meinem (unendlich langen) Nähplan, aber geschafft habe ich es bisher noch nie. Irgendwie reizen mich die neuen Herausforderungen bislang mehr. Dennoch, der Rock... Mal gucken... ;-)

    Dein Kleiderschrank beeindruckt mich sehr. Ich habe meine Sachen nicht gezählt (werde ich nachholen!), aber gefühlt sind es bei mir sehr viel mehr Dinge. Warum eigentlich? Ich habe keinen Plan. Denn mehr Teile tragen tue ich bestimmt nicht, viele Shirts, Hosen, Pullover usw. liegen da einfach seit ewigen Zeiten rum. Weil sie halt mal teuer waren, weil sie irgendwie schön aussehen (und dennoch nicht getragen werden, pfff), weil sie was auch immer. Dein Beitrag = mein Anstoß, mich kritisch auch wieder einmal mit meinem Schrankinhalt auseinanderzusetzen. Ich danke dir für diesen Anstoß!

    Übrigens hatte Junior früher oft gleiche Sachen in zig Größen. Er ist ja so ein Gewohnheitstier und er liebt teilweise Shirts oder Schuhe so sehr, dass er inständig weinte, wenn sie zu klein geworden sind. Da hatte ich dann die Idee, diverse Dinge auf (Größen-)Vorrat zu kaufen. Ihm gefiels, mir war's recht, dass er nicht länger traurig sein musste. :-) Und für mich selbst habe ich manchmal auch schon Sachen doppelt (allerdings mit erheblichem Zeitabstand dazwischen) gekauft. Das geht heute irgendwie gar nicht mehr, da die Kollektionen so irre schnell wechseln in den Geschäften. Kaum gefällt mir ein Teil und ich will noch ein paar Tage überlegen, zack, ist es weg und kommt auch nie wieder... Seltsame Welt, wo alles nur noch schneller, höher, weiter gehen soll.

    Ach ja, und seit ich nähe, bin ich kritischer/kaufunfreudiger geworden. Tatsächlich finden sich gar nicht so viele neu gekaufte Sachen im Schrank (die hängen da, wie ich schrieb, schon laaaange). Bei vielen - gerade Kleidern - Sachen denke ich, das kann ich selber nähen. Meist komme ich dann nicht dazu und habe irgendwie mehrfach gespart (Geld fürs Kaufen, für den Stoff, Zeit fürs Nähen...) und nackig muss auch nicht lange nicht gehen. :-D

    So, das war's jetzt aber, jetzt geht's hier an die Nähmaschine, der Minibörsen-Schnitt reizt...

    Schönen Sonntag und auf bald
    Anni

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    1. Vielen lieben Dank für deinen langen Kommentar. Ich würde sagen, wir sind uns in allem einig. Wenn mein Post dein Anstoss wär, auszumisten freue ich mich sehr. Ich finde ja so eine Aktion immer sehr befreiend und hab hinterher das Gefühl ich kann besser atmen.

      LG Starky

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Ich freue mich über jeden Kommentar.

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