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Dienstag, 26. Juni 2018

Werbung oder nicht, das ist hier die Frage

Hallo meine Lieben,

ganz ehrlich, die Justiz macht es einem gerade echt schwer.... nach der DSGVO sorgt nun ein Urteil für eine Welle in der "Bloggerszene". Habt ihr noch nicht gehört?
Das Instagram-Urteil gegen Vreni Frost

Schaut mal die Instaaccounts an, denen ihr folgt, da steht jetzt ganz oft: Werbung da Markennennung...

Warum? Eben wegen diesem Urteil.

*Disclaimer* 
(Dieser Blogpost stellt keinerlei Rechtsberatung dar – ich bin kein Experte und auch kein Jurist. Ich habe gewissenhaft auf die Richtigkeit von veröffentlichten Informationen geachtet, kann hinsichtlich der inhaltlichen Richtigkeit, Genauigkeit, Aktualität, Zuverlässigkeit und Vollständigkeit dieser Informationen sowie für allfällige Rechtsfolgen, die sich aus der Umsetzung dieser Informationen ergeben, aber keinerlei Gewähr übernehmen.)

Denn danach ist jetzt alleine das "Taggen" einer Marke/Shops usw. schon Werbung, denn selbst wenn man es selbst bezahlt hat, zielt man laut Urteil darauf ab, Follower/ Kooperationen zu aquirieren. Im Beitrag von  basicthinking ist dazu zu lesen: „... Wer Marken vertaggt, macht in Wirklichkeit Werbung. Und das muss gekennzeichnet werden. Das ist selbstverständlich vollkommener Schwachsinn. Wäre dem so, müsste jeder journalistische Artikel, in dem ein Unternehmen genannt wird, ebenfalls als Werbung gekennzeichnet werden. Selbst die Tagesschau wäre dann wohl eine Dauerwerbesendung....“ 

Ich habe ein bisschen weiter gesucht, denn natürlich wollte ich wissen, ob das auch mich und meine Seiten bei Facebook, Instagram und hier im Blog betrifft und habe noch drei weitere Artikel zu dem Thema gelesen, einmal von neverever.me und auch bei lead digital gab es etwas dazu. (gestern gab es dazu auch einen Lifestream bei blogst, den hab ich aber noch nicht geschafft anzusehen)

*EDIT: 28.06.2018: Inzwischen habe ich mir den Lifestream angesehen und kann ihn sehr empfehlen, auch wenn es nicht das Fazit hat, das ich gerne gehört hätte ;)*

Am meisten für mich habe ich bis jetzt aus dem Post von Moritz Meyer gezogen, denn er beleuchtet das Urteil von allen Seiten.

Stand heute müsste ich meine Seiten bei Instagram und Facebook wahrscheinlich auch als "Dauerwerbesendung" einstufen (Blog geht)... Ich verdiene damit zwar kein Geld, aber natürlich möchte ich, dass Leute meine Beiträge lesen und liken und wenn ich einen Shop verlinke weil ich den Versand super toll fand oder die Stöffchen eine tolle Qualität haben, möchte der natürlich sehr wohl Geld verdienen, und Zack schon ists soweit...

Ich bin total dafür, dass Werbung gekennzeichnet werden muss, wird hier im Blog auch gemacht, bei Probenähen/plotten und ähnlichem wird gleich am Anfang mit *Werbung* darauf hingewiesen. Ebenso bei Instagram und Facebook. Aber eben nur wenn es auch eine "Gegenleistung" dafür gibt (die Zurverfügungstellung von Dateien oder Schnitten)

Wenn ich im Blog in den "Eckdaten" Angaben zum Schnittmuster, Stickdatei, Plott und Stoff mache, komme ich damit meiner Verpflichtung zum Urheberrecht/Quellenangabe nach. Wenn ich dann auch noch den Link zum Shop zur Verfügung stelle ist das für mich keine Werbung sondern Service.

Bei Instagram ist das Verlinken mit einem Hashtag noch einfacher, und damit noch schneller "Werbung". Ich persönlich sehe darin einen der großen Vorteile des Internets, ich kann über meinen kleinen Tellerrand hinaussehen. Und wenn mir etwas bei jemand anderen gefällt freue ich mich, wenn ich schnell "dahin" finde. Leider sahen die Richter in Berlin das anders.
Die gehen davon aus, der Nutzer kann "..."den kommerziellen Zweck” von Vrenis Postings nicht erkennen, ... Sondern würden  annehmen, dass ihre Inhalte rein privater Natur sind..."  (ZITAT Moritz Meyer)

Ich bin der Meinung der Nutzer kann sehr wohl unterscheiden, was "privat" ist und was nicht (Moritz hat auch dazu ein sehr gutes Beispiel in seinem Post, aber das möchte ich hier lieber nicht zitieren ;)). Denn auch bei Fernsehen/Zeitung ist ja wohl jeden klar, wie das Geld verdient wird... 

Aber gut, folgen wir der Annahme der Richter. Wie ist das mit meinem Bild von letzer Woche? Die Quelle der Stickdatei und des Schnittes muss ich angeben, (Rockqueen und farbenmix), selber gekauft und beides einfach schön, weshalb ich es euch zeigen möchte. Leser mit scharfen Augen könnten sehen, von welcher Marke meine Zehentreter auf dem Fotos sind, (die ich nebenbei auch selbst gekauft habe),streng genommen kann man das als Werbung sehen, denn sowohl der Schnitt und Stickdateiersteller als auch der Schuhhersteller möchten was verdienen... Sorry aber dann führe ich die Kennzeichnungspflicht doch ad absurdum. Wenn überall oben "*WERBUNG* steht, nur weil man die Marke SEHEN kann, dann kann ich die Kennzeichnung auch gleich weglassen...




Seis drum, im Moment ist es leider wie es ist. Und wir Blogger müssen uns mit der momentanen Situation arrangieren, in der Hoffnung, dass sich in nächster Instanz etwas ändert.
Langer Rede kurzer Sinn, nach dem Blog werde ich auch meine Beiträge bei Insta absuchen.

Einen Vorteil hat das Ganze... Ich überlege die ganze Zeit ob ich meine Facebook-Seite schließe oder nicht. Das war quasi der letzte Schubs... für 3 Kanäle bleibt mir bei dem Verwaltungsaufwand einfach keine Zeit...

Wer mich sucht, ich bin beim updaten...





2 Kommentare:

  1. Ein interessanter Artikel, ich habe jetzt auch schon angefangen überall Werbung dran zu schreiben. Was aber auch albern ist, denn wenn es dann mal echte Werbung ist, fällt es auch keinem mehr auf. Oder müssen wir dann schreiben: "Werbung für die ich bezahlt werde". Ich habe auch schon gelesen das es nur für Beiträge nach dem 25.05.18 gilt, alles sehr verwirrend. Bin gespannt wie diese Geschichte ausgeht.
    Liebe Grüße Sandy

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  2. Liebe Starky,
    Du schreibst mir aus der Seele und mir geht es auch so wie dir. Gerade gestern hatte ich auch bei Insta an einigen Bildern „Werbung wegen Markennennung“ geschrieben und prompt hatte ich den Tipp von einer anderen Bloggerin erhalten, das es ja gar keine Werbung sei!!! Na vielen Dank! Wer soll sich denn da noch zurechtfinden? Ich kann heute nur sagen: Danke für diesen Beitrag!! :-)

    Viele liebe Grüße,
    Annette

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